Adel Tawil’s Premiere bei den Street Gigs in München

Sein Hit „Lieder“ kennt ja jetzt so ziemlich jeder. Im Rahmen der Telekom – Mitmachaktion “ Unsere Lieder werden Eins“ schreibt Adel mithilfe von uns eine Fortsetzung. Noch bis zum 09. August könnt ihr über die Aktionsseite www.unsere-lieder-werden-eins.de eure Playlisten hochladen und ein Teil des Songs werden. Die Premiere des Songs „Unsere Lieder“ präsentiert er am 15.August 2015 im Kesselhaus München im Rahmen der Street Gigs. Ihr wollt Live dabei sein? Dann nehmt noch schnell an der Verlosung teil : Street Gigs Verlosung

Video

Mitmachlied „Lieder2“

https://www.YouTube.com/embed/qAn6J7RDDh4

http://www.wuv.de/marketing/mitmachlied_so_wirbt_die_telekom_mit_adel_tawil

Mitmachen könnt ihr unter:
https://unsere-lieder.telekom-musik.de/

Wer bekommt ihn, den Radio ECHO ? Es wird spannend ;)

11082246_1002370339793033_4268065021187149431_oAm Donnerstag, dem 26. März, wird der lila Teppich für die Stars des international renommierten Musikpreises ECHO 2015 ausgerollt. In der Kategorie Radio ECHO sind Andreas Bourani, Cro, Mark Forster, Revolverheld und Adel Tawil nominiert. 17  Radioprogramme und Popsender der ARD sind Partner dieser Auszeichnung.  Auch das Publikum kann wieder mitentscheiden. Doch das Verfahren ist neu: Erstmals läuft die Abstimmung über den Radio ECHO 2015 nur am Tag der Preisverleihung – am 26. März von 6:00 Uhr bis 22:30 Uhr.

Voten für Adel & Matisyahu: Tel. 01371 4005 oder SMS mit ECHO5 an 99599

 

Ganz schön mutig …

Es war der wohl gewagteste Radio-Aprilscherz des Jahres. Doch der Mut wurde belohnt: Tania Janke und Thorsten Kabitz von Radio RSG haben den LfM*-Hörfunkpreis 2014 für die beste Moderation gewonnen.

In den kompletten drei Stunden der Morgenshow lief nur ein einziger Song: „Lieder“ von Adel Tawil, insgesamt 32 Mal zwischen 6 und 9 Uhr. Die beiden Moderatoren ließen sich dabei nichts anmerken, verkauften den Song jedes Mal neu. „Wir hatten die Idee dazu schon länger. Und ‘Lieder‘ bot sich wegen der anderen darin zitierten Titel perfekt dafür an“, erzählt Thorsten Kabitz, der auch Chefredakteur des Senders ist. Auf die Spitze trieben es die RSG-Morgenmoderatoren mit Umfragen und Call-Ins von (angeblichen) Hörern, die sich auf die Frage nach ihrem Lieblingslied natürlich auch immer nur den einen Song wünschen.

Die Hörer-Resonanz war enorm. „Nach einer Stunde waren wir ehrlich gesagt kurz davor, die Aktion vorzeitig zu beenden“, gesteht Moderatorin Tania Janke, „dann haben wir es aber doch wie geplant durchgezogen“. Es habe Tage gedauert, alle Mails und Anrufe zu beantworten, erinnert sich Thorsten Kabitz: „Einige erzählten uns später, Sie hätten die ganze Zeit nur darauf geachtet, welche verrückte Geschichte wir uns diesmal als Aprilscherz ausgedacht haben, dass Ihnen gar nicht aufgefallen sei, dass sie schon seit einer halben Stunde immer nur ein Lied hören“. Nur auf eine Reaktion warten die RSG-Moderatoren bis heute: „Adel Tawil hat sich bisher nicht gemeldet. Als Dank für die Inspiration zu diesem Aprilscherz werden wir aber sicher noch ein paar Lieder von ihm spielen.“

 

*Landesanstalt für Medien

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Du trägst keine Liebe in dir und heute auch Kameramann und Regisseur bei Adel Tawil

http://adel-tawil.de/galerie/aschenflug-videodreh

Asche

Kim Frank: Das wurde aus dem Sänger von „Echt“

Kim Frank: Das wurde aus dem Sänger von "Echt" - kim-frank-echt-heute-h

Foto: WENN

Kim Frank von der Band „Echt“ heute.

Mit der Band „Echt“ feierte Kim Frank in den 90ern große Erfolge. Songs wie „Du trägst keine Liebe in dir“ und „Weinst du?“ schafften es unter die Top Ten der Charts. 12 Jahre ist es inzwischen her, dass sich die Band, die aus Kim Frank, Kai Fischer, Andreas Puffpaff, Florian Sump und Gunnar Astrup bestand, auflöste.

Die Jungs von damals sind erwachsen geworden, haben heute bodenständige Jobs und Familien, die meisten der ehemaligen Bandmitglieder leben in Hamburg. Auch Kim Frank hat inzwischen einige Jobs hinter sich. Er versuchte sich als Schauspieler, ist Kameramann und Regisseur.

Schon zu „Echt“-Zeiten war er bei den Video-Drehs auch hinter der Kamera aktiv, das hat er inzwischen ausgebaut. Er macht Clips für Musiker wie Johannes Oerding, Adel Tawil und Sido.

Große Ambitionen hat Kim Frank immer noch. Der 32-Jährige möchte auch als Regisseur immer weiter gehen: „Mein größter Traum ist es, internationale Kinofilme zu machen“, sagte er in einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung.

Zurück ins deutsche Fernsehen möchte er nicht. Angeblich bekam er das Angebot, in der Supertalent-Jury zu sitzen, was er ablehnte.

Seine Rockstar-Vergangenheit hat ihn aber lange nicht losgelassen. Sie hat er in einem Buch verarbeitet. Im Alter von 27 Jahren veröffentlichte er „27“, worin er über das Leben eines Mannes geschrieben hat, der sich sicher ist, dem „Club 27“ beizutreten, also in dem Alter zu sterben. Dass darin aber einiges übertrieben ist, machte er in diversen Lesungen deutlich.

 

Quelle http://intouch.wunderweib.de/stars/starnews/artikel-3337166-starnews/Kim-Frank-Das-wurde-aus-dem-Saenger-von-Echt.html

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Satter Pop-Hattrick zum Finale

HESSENTAG: Die Pausenphase der Band Ich + Ich nutzt Sänger Adel Tawil, um mit eigener Gruppe in Bensheim zu begeistern

http://www.morgenweb.de/nachrichten/kultur/regionale-kultur/satter-pop-hattrick-zum-finale-1.1745167

 Martin Vögele

 

Adel Tawil brilliert in Bensheim auch ohne das Etikett Ich + Ich.

© Neu

Ein bisschen mutet es an, als hätte so etwas wie ein Pop-WM-Fieber von Bensheim Besitz ergriffen: „Also das nehmen wir mit nach Berlin – die Stimmung war ein Knaller!“, ruft Adel Tawil nach 90 Minuten Spielzeit in den stürmischen Applaus hinein. Diese euphorisierte Gefühlslage liegt freilich nicht zuletzt in der guten Mannschaftsleistung begründet, die der Sänger und seine siebenköpfige Band bei ihrem Hessentags-Auftritt im Bensheimer Festzelt abliefern. Ein Konzert vor einigen Tausend Zuschauern, bei dem Tawil beweist, dass er auch auf Solopfaden, ohne den künstlerischen Beistand von Ich + Ich, namentlich der bühnenabstinenten Kollegin Annette Humpe, zu reüssieren vermag.

Nachdem besagtes Erfolgs-Duo vor vier Jahren eine kreative Pause ausgerufen hatte, veröffentlichte der heute 35-Jährige vergangenen November sein Solo-Debüt „Lieder“ – mit dem er seinerseits einen Charts-Erfolg landete. Bei der Hessentags-Visite unter dem Banner der „Lieder Tour 2014“ stehen Jan Terstegen und Timo Sander (Gitarren), Keyboarder Jan Lehmann, Schlagzeuger Sebastian Schmidt, Bassist Frank Kernbach, Maria Helmin (Gesang und Geige) und Cem Arnold Süzer (Percussion) mit auf der Bühne. Live sorgt die Band – nach einem Vorprogramm mit der Gießener Pop-Gruppe Kometen – für einen pointierten Sound, der einerseits (mit perlend verhallten Gitarren, E-Piano und Violine) eine harmonische Grundaufstellung für das Zusammenwirken mit Tawils glänzendem, prägnant-gefühlvollem Gesang bietet.

Andererseits liefern die Musiker auch fruchtbare Kontraste – so verdeutlichen Bass und Schlagzeug schon bei der Eröffnung, mit „Immer da“, dass sie sich hier nicht zu einer Schmusestunde verabredet haben, sondern als kompetente Sturmspitzen für ordentlich Druck nach vorne sorgen. Dazu kommen die elektronischen Beigaben, die von verträumten Sphären-Flächen bis zum brodelnden Dubstep (bei „Aschenflug“) reichen.

Soundtechnisch derart gut gerüstet, präsentiert Tawil eine ganze Reihe einnehmender Pop-Momente. Hervorstechend ist etwa „Wenn du liebst“, eine von zartem Raureif überzogene Elegie, bei dem die Stimme des Sängers zwischen Sehnsucht und Verlorenheit changiert. Auch „Vermiss mich“ bereitet in verletzlichem Aufruhr ein intensives Hörerlebnis, während „Graffiti Love“ (in der Studioversion singen darauf die Humpe-Schwestern Inga und Annette) unter Einsatz von fünf Standtrommeln auf knackigen Konfrontationskurs geht. Und die Single „Lieder“ kann Tawil zeitweise gänzlich dem Publikums-Chor überlassen – ohne dass es hierbei zu nennenswerten Dezibel-Einbußen kommen würde.

Hits von Ich + Ich als Dreierpack

Auf die Zeit, als er Mitglied der Boygroup The Boyz gewesen war, verweist der Vokalist mit „One Minute“, um hiervon zu seiner 2007er-Kollaboration mit Rapper Azad überzuleiten – zu „Prison Break Anthem (Ich glaub‘ an dich)“. Ich + Ich sind bei dem Konzert ebenfalls präsent: in Gestalt eines Pop-Hattricks in der Zugabe, mit „Stark“, „Vom selben Stern“ und „So soll es bleiben“, bevor die Zuschauer im Finale mit einer langen Version von Tawils „Kater am Meer“ verabschiedet werden.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 13.06.2014

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Adel Tawil, der Mann vom selben Stern

Popmusik – Adel Tawil singt vor einem hingerissenen Publikum in der Festhalle Frankfurt

Sympathisch in Bewegung: Adel Tawil auf seiner „Lieder Tour“; dieses Foto entstand beim Auftritt vor wenigen Tagen in Berlin.  Foto: dpa
Deutschpop und viel Gefühl in der Festhalle: Adel Tawil setzt sich theatralisch in der Frankfurter Festhalle in Szene.
FRANKFURT.

Zum Finale seiner Show zieht Adel Tawil am Freitag in der Frankfurter Festhalle alle Register: Inmitten seiner Fans singt er oben auf den Rängen die Ballade „Schnee“, schunkelt mit manchen im Arm. Auf dem Weg durch den Innenraum drückt er Hände. Der Berliner Sänger mit den nordafrikanischen Wurzeln zaubert in Frankfurt einen Abend voll emotionsgeladenem Deutschpop: Zuckersüß, anrührend romantisch, nah am Straßenjargon und für manchen sicher an der Grenze zum pathetischen Schwulst.

Flügelakkorde donnern zum Auftakt mit „Dunkelheit“ von der noch schwarz verhüllten Bühne. Gattin Jasmin Tawil schlägt dort in die Tasten – einst Schauspielerin der Fernsehsoap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Dann legt sich die freundliche Erzählstimme von Adel Tawil über das vor Spannung knisternde Intro: „Ich teil mit dir den größten Moment, ich teil mit dir die dunkelste Stunde, ich bin der, der dich wirklich kennt, ich geh mit dir vor die Hunde.“

Dann fällt der Vorhang, und die Band prescht los. Die Musiker werkeln auf pyramidenförmig aufsteigenden Podesten, zunächst ganz hinten: der krauslockige Tawil. Seine Stimme fegt prägnant in jeden Winkel der Festhalle. Tawil, der im Duo „Ich und Ich“ an der Seite von Annette Humpe im vorausgegangenen Jahrzehnt die bislang größten Erfolge feierte, hat auch für sein Solo-Programm Frankfurts größte Stube gewählt. Das Wagnis geht auf. Zumindest der Innenraum ist knackig gefüllt. Rund 6000 sind gekommen, etwa doppelt so viele passen rein. Doch die Stimmung scheint großartig. Bei „Weinen“ imitiert der Schlagzeuger munter das Pochen im Herzrhythmus, dann begrüßt Tawil sein Publikum: „Alder, was’n hier los? Viel zu lange waren wir weg, guten Abend, Frankfurt“. Paare von Anfang zwanzig bis in die Fünfziger sind gekommen, Teenager, auch viele Kinder. Eine Lara reckt ein Transparent Richtung Bühne, wünscht sich „Lieder“. Tawil kommt zu ihr ins Publikum, Lara darf den Hit des gleichnamigen, im Vorjahr erschienen Albums, ansagen.

Wenn alle singen, schweigt die Band

Tawil erscheint als Star zum Anfassen. „Und ich singe diese Lieder, tanz mit Tränen in den Augen“, intonieren die Massen einstimmig a cappella, die Band schweigt spontan – Tawil genießt den großartigen Moment. Auch die „Ich und Ich“-Hits „Pflaster“ und „Stadt“ und das mit Trommelsalven herausstechende „Graffiti Love“ sind die gefeierten Höhepunkte der zweistündigen Show.

Tawil begrüßt zu „Paradies“ Matisyahu, einen Bühnengast aus New York: Der Hip-Hop- und Reggae-Sänger heißt bürgerlich Matthew Miller. Beide singen im Duett, lassen den Song übergleiten zu Bob Marleys „No Woman No Cry“. Die ausgiebige Zugabenrunde endet mit „Vom selben Stern“. Ein sichtlich zufriedener Adel Tawil verneigt sich vor seinem Publikum, sagt gerührt: „Frankfurt, du bist vom selben Stern wie ich“.

 

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Generationenübergreifend: Adel Tawil live in der Frankfurter Festhalle

Mit wachsendem Erfolg

Von Jan Wölfer. Veröffentlicht am Samstag, 12. April 2014

 

 

Ist Adel Tawil auf dem Weg zu einem der ganz großen Stars der deutschsprachigen Popmusik zu werden? Wenn sein Konzert in der Frankfurter Festhalle einen Anhaltspunkt liefert, dann muss man diese Frage bejahen.

Adel Tawil hat es in Folge der Veröffentlichung seines Soloalbums „Lieder“ geschafft, zum großen, generationenübergreifenden deutschsprachigen Konsenskünstler zu werden. Seine Lieder werden sowohl auf Schulhöfen als auch von der Elterngeneration gehört.

Dabei passen natürlich seine nordafrikanischen Wurzeln prima in das Bild des neuen, multikulturellen Deutschland – allein, das alles wäre nichts ohne echtes Talent. Und damit ist Tawil reichlich gesegnet.

Im Vorprogramm gelingt es bereits Benne die knapp 6.500 Zuschauer in gute Stimmung zu versetzten. Sein deutschsprachiger Sänger/Songwriter-Pop kommt gut an und bildet eine stimmige Paarung zu dem was später noch folgen sollte.

Madeline Juno: eher nervig als charmant

Das war noch nicht Adel Tawil, sondern zunächst Madeline Juno, die gefälligen Radiopop ohne große Kontur spielt. Fast jeder Song wird mit einer Ansage aus der Kategorie Mädchentagebuch oder aus der Rubrik unbeholfene Publikumsanimation angekündigt.

Obwohl die Band versucht, eine geschmackvolle Begleitung zu liefern, ist Madeline Junos Gesang eher nervig als charmant. Ständig klingt sie, als wolle sie eine Castingshow gewinnen. Als wäre das noch nicht genug verwendet sie als bevorzugten Vokal ein recht unelegantes „oi“.

Hinter dem Vorhang

Um kurz nach neun geht das Licht aus und während die ganze Band außer Adels Gattin Jasmin Tawil am Piano noch hinter dem schwarzen Vorhang steht, beginnt das Konzert mit „Dunkelheit“.

Der Vorhang fällt dann im Verlaufe des Songs und gibt den Blick auf die Bühne frei, auf der Tawil auf einer Empore hinter der Band steht. Während des zweiten Liedes „Herzschrittmacher“ kommt er dann an den Bühnenrand.

Entspannt und natürlich

Der Livesound ist wie erwartet deutlich gitarrenlastiger und rockiger als auf den eher keyboardlastigen Studioaufnahmen, wobei die Raffinesse und die Komplexität der Arrangements jedoch nicht leiden. Beim fünften Song „Graffiti Love“ trommeln dann fünf der acht Musiker und die charakteristischen Backgroundvocals der Humpe-Sisters kommen von Band hinzu.

Tawil ist in den vergangenen fünfzehn Jahren zuerst mit The Boyz und dann mit Ich + Ich zum Vollprofi gereift, der genau weiß, wie man überzeugend eine Show auf die Bühne stellt und dabei trotzdem entspannt und natürlich wirkt.

Lebenslanger Hit

Zu „Unter Wasser“ verstärkt seine Frau Jasmin dann wieder die Band durch ihren Gesang und ein 80s-Umhängekeyboard. Der Lieder-Bonustrack „Paradies“ gerät durch den Gastauftritt von Matisyahu zu einen stimmungsvollen Duett, das in Bob Marleys „No woman no cry“ mündet. Passt gut, sind doch die Akkorde und auch Teile der Melodie von „Paradies“ nahezu identisch.

Neben den Songs seines Erfolgsalbums „Lieder“ sind es vor allem die Ich + Ich-Hits wie „Pflaster“ oder „Stadt“, die das Frankfurter Publikum begeistern. Bei dem letzten Song, des regulären Sets, dem Überhit „Lieder“ werden dann die Cover der zitierten Platten auf die die Säulen hinter der Bühne projiziert, der Song wird laufstark mitgesungen. Es ist die Art von Hit, die sowohl Fans als auch den Künstler selbst wahrscheinlich lebenslang verfolgt.

Mit Talent und Ausstrahlung gesegnet

Adel Tawil eröffnet den ersten Zugabenblock mit einem Medley, das mit dem Boyz-Hit „One Minute“ beginnt, einschließlich des 15 Jahre altem Video im Hintergrund, und dann mit dem hymnischen „Der Himmel soll warten“ endet.

Für den zweiten Zugabenblock begibt er sich für „Schnee“ mitten in die Zuschauerränge, wo eine überraschte Zuhörerin auf einmal zur Nebendarstellerin in einem Livevideo wird. Zum abschließendem „Vom selben Stern“ holt er dann ein ungefähr elfjähriges Mädchen auf die Bühne, die ihm beim Refrain assistiert. So wird er noch lange neue Generationen an Fans für sich gewinnen.

Die Kombination aus Talent, Persönlichkeit und Ausstrahlung wird Adel Tawil wohl noch über eine lange Karriere tragen. Ab dem nächsten Album wird er dann vermutlich Stadionkonzerte geben. Eine Aufgabe, die man ihm durchaus zutrauen kann.

Setlist

Dunkelheit | Herzschrittmacher | Weinen | Auf Sand gebaut | Graffiti Love | Du erinnerst mich an Liebe | Kartenhaus | Vermiss mich |Unter Wasser | Pflaster | Paradies | Zuhause | Stadt | Lieder

Medley: One Minute/Ich hol dich da raus/Der Himmel soll warten | Aschenflug | Wenn du liebst | So soll es bleiben

Schnee | Stark | Vom selben Stern

http://www.regioactive.de/review/2014/04/12/generationenuebergreifend-adel-tawil-live-in-der-frankfurter-festhalle-lnMbWcBgS0.html

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Auf einen Plausch mit Adel Tawil

Vier Fans konnten den Sänger Adel Tawil kurz vor seinem Konzert in der Messe persönlich treffen. Gewonnen haben sie das bei „Freie Presse“. 4563891_W300

Adel Tawil hat ihnen Glück gebracht. Im Jahr 2007 besuchten Petra Plonus und Siegfried Leonhardt eine Tanzveranstaltung in Hartmannsdorf. Zum Lied „So soll es bleiben“ vom Duo „Ich + Ich“, zu dem Adel Tawil und Annette Humpe gehören, tanzten sie zum ersten Mal. „Es sprang sofort ein Funke über“, erzählt Leonhardt. Nach dem Tanz fasste sich Petra Plonus ein Herz und fragte ihn nach seiner Telefonannummer. Es folgten weitere Treffen, „aus denen sich Liebe entwickelte“, sagt Leonhardt – „und das haben wir auch Adel Tawil zu verdanken“. Und nun stehen beide im Foyer der Messehalle und warten darauf, von einem Mitarbeiter des Sängers abgeholt zu werden. Sie haben mit ihrer Geschichte bei der „Freien Presse“ ein persönliches Treffen mit Tawil, vor dessen Konzert, gewonnen.

Neben ihnen stehen Alexandra und ihre Mutter Katrin Nitsch. Beide lächeln nervös. Adel Tawil haben sie noch nie live gesehen, sind aber beide große Fans. „Wir hören die Musik gerne zusammen“, sagt die 52-jährige Mutter. Und da kommt auch schon der Mitarbeiter, der sie abholt. Im Gänsemarsch folgen ihm rund ein Dutzend Fans, die alle den Sänger treffen dürfen, in einen Raum hinter der Bühne. Der Tourmanager kommt herein und erklärt, wie gleich alles ablaufen wird: Begrüßung, Autogramme, Gespräche, Fotos. Er teilt Autogrammkarten aus und bittet, wirklich erst am Ende Fotos zu machen.

Dann kommt der Sänger in den Raum, schüttelt alle Hände und fragt, wer woher kommt. Er trägt schwarze Jeans, Turnschuhe und ein schwarz-weißes Hemd mit einer schrägen, verdeckten Knopfleiste. Als er erfährt, dass alle das Treffen gewonnen haben, sagt er „Ach, lauter Glückspilze. Ich habe noch nie was gewonnen.“ Er kommt mit einem kleinen Jungen ins Gespräch, der ihm ein Bild gemalt hat und um ein Autogramm für seine Kindergärtnerin bittet. Während Tawil auch für Petra Plonus und ihre Enkel Autogrammkarten signiert, fragt ihn Siegfried Leonhardt, wie er sich fühlt, so kurz vor einem Konzert. „Man hat schon Magengrummeln“, lautet die Antwort. Dann fragt jemand, ob er auf eine neue Zusammenarbeit mit Annette Humpe hoffen könne. Darauf sagt Tawil, in den drei Alben, die „Ich + Ich“ veröffentlicht haben, seien alle denkbaren Themen behandelt worden. „Das muss man erst einmal sacken lassen.“ Im weiteren Gespräch stellt sich heraus, dass Tawil offenbar vom ständigen Ortswechsel, den das Tourleben mit sich bringt, verwirrt ist. Denn er schwört, der Spreewald könne nicht mehr als 20 Minuten von Chemnitz entfernt sein. Dass er damit falsch liegt, nimmt er mit Humor. Nachdem jeder noch ein Foto mit dem Star bekommen hat, verabschiedet er sich auch schon wieder – er muss sich einsingen. Bei den „Freie Presse“-Gewinnern hat Tawil einen guten Eindruck hinterlassen. „Sympathisch und natürlich“, lautet das Urteil von Katrin Nitsch. Petra Plonus sagt, sie sei begeistert. „Er kann sogar über sich selbst lachen.“

erschienen am 10.04.2014 ( von Jana Peters )

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http://www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Auf-einen-Plausch-mit-dem-Star-artikel8776868.php

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Dunkle Lieder im Licht

Der ehemalige „Ich+Ich“-Sänger und frisch gekürte Echo-Preisträger Adel Tawil hat in der Chemnitz Arena begeistert. 4563697_W300

Chemnitz. Als er noch ein Teil des Duos Ich + Ich war, stand der Berliner Adel Tawil meist alleine auf der Bühne. Als Solokünstler wird er von seiner Frau Jasmin begleitet. „Mein Licht“, so nennt der 35-Jährige seine Frau, die vorgestern Abend sein Konzert in der Arena Chemnitz mit dem Lied „Dunkelheit“ eröffnet.

Zuvor hatten sich zwei Künstler schon redlich ihren Applaus verdient. Der 24-jährige Newcomer Benne, der zum Auftakt des Abends seine deutschsprachigen Liedern sang. Und die 18-jährige Madeline Juno, die ihr „Arrow“ zu Gehör brachte, das als Titelsong der Komödie „Fack ju Göhte“ diente und mit dem sie beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2014 scheiterte.

Doch dann hören die Fans Adel Tawils Stimme, die singt: „Ich teil mit dir den größten Moment, ich teil mit dir die dunkelste Stunde, ich bin der, der dich wirklich kennt, ich geh mit vor die Hunde“. Zu sehen ist aber nur Jasmin Tawil. Ganz allein am Klavier, angestrahlt von einem Lichtstrahl. Bis der Vorhang fällt. Zuerst der schwarze, dann der halbdurchsichtige. Und da ist er: Adel Tawil, der ein „Feuerstarter“ sein will – auf einem Podest, umgeben von viel Licht. „Komm mit mir aus der Dunkelheit ans Licht.“

Die letzten Strophen des Songs gehen in den wunderbar tanzbaren „Herzschrittmacher“ über – beides stammt aus seinem ersten eigenen Album „Lieder“. In rotes Licht getaucht pulsiert das Bühnenbild, das sowohl an eine Skyline erinnert als auch mittels Videoprojektion sich in ein Kartenhaus verwandeln lässt, das zerfällt, wenn Adel singt: „Dieser Moment ist wie’n Kartenhaus und die Zeit zieht ihre Karten raus“.

Das „Kartenhaus“ und „Auf Sand gebaut“ gehören zu den Liedern, die den Zuhörern unter die Haut gehen. Lässig, gutgelaunt und Reggae-locker ist dagegen das deutsch-englische Ohrwurm-Duett des in Deutschland geborenen und aufgewachsenen Sohns eines Ägypters und einer Tunesierin mit seinem Gast aus New York City, dem jüdischen Reggae-Künstler Matisyahu.

„Es erfüllt mich mit Stolz, mit ihm zusammen den Song ,Zuhause‘ aufgenommen zu haben“, sagt Adel Tawil, der auch stolz darauf ist, die beiden Humpe-Schwestern – Annette (seine Ich + Ich-Partnerin) und Inga – dazu überredet zu haben, bei seinem „Graffiti Love“-Song mitzuwirken. Sie sind bei der Tournee zwar nicht dabei, genauso wie Sido und Prinz Pi („Der Himmel soll warten“, „Aschenflug“). Für sie springen Adel Tawils Bandmitglieder in die vokale Bresche.

„Willst du unbedingt einen Mann vor dir weinen sehn?“ – ob diese Frage aus dem Song „Weinen“ einmal an seine Frau adressiert war, ist eher zweitrangig. Wichtig ist der Refrain, in dem es heißt: „Ganz egal, was du gemacht hast, ich will dich einfach nur zurück“. Als er ein junges Mädchen im Publikum fragt, welches ihr Lieblingslied sei, antwortet es sofort: „Ich war wie ein Ägypter“. Es ist das Lied, in das Tawil 29 musikalischen Zitate reinpackte – aus den Liedern, die ihn in seinem Leben beeinflussten oder begleiteten, von Nirvana über Britney Spears bis Michael Jackson.

Das Lied der „Lieder“, das wohl am häufigsten im Radio rauf und runter lief, singt das ganze Publikum mit wie auch „Vom selben Stern“ und „Du erinnerst mich an Liebe“. Natürlich ist es „Stark“ und „So soll es bleiben“. Der Rausschmeißer nach zwei Stunden neuer und alter Lieder ist „Kater am Meer“, das Adel Tawil im Liegen anstimmt: „Und ich dreh mich um, niemand ist mehr zu sehen …“ Doch der Sänger ist nicht allein im Saal, sondern wird von seinem Publikum gefeiert.

Konzerttipp Am 30. August singt Tawil auf der Freilichtbühne Großer Garten Dresden. Karten gibt es bei der „Freien Presse“.

erschienen am 09.04.2014 (Von Ludmila Thiele)

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