Okan Frei gemeinsam mit Adel Tawil auf der Liedertour 2015

11692650_984712108239964_470203515991569153_nOkan Frei, als Sohn einer türkischen Gastarbeiterfamilie in Berlin geboren, ist ein Kind aus Orient und Okzident. Ein Kind, das bereits in frühen Jahren durch seine Schwester eine Leidenschaft für Musik entwickelt, und aus dem ein Mann wurde, der durch die richtigen Essenzen aus Morgen- und Abendland Gefühle verständlich und den Verstand fühlbar macht.
Mit Texten aus seiner eigenen Feder, anfangs auf Englisch, heute auf Deutsch, macht er mit einfachen Worten große Emotionen greifbar und gibt damit unserem Leben eine Hintergrundmusik. Seine Lieder sind Momentaufnahmen aus Emotionen, Problemen, Alltäglichem, Liebe und Spiritualität, mit denen wir uns identifizieren können.

2014 erschien die erste EP  „L.a.s.s.t. Okan Frei“ und ist als kostenloser Download bei Soundcloud erhältlich. Sie ist aus dem Wunsch heraus entstanden, sich über Grenzen hinwegzusetzen. Über die eigenen und über jene, die uns gesetzt werden. „Frei sein“, sagt Okan, „ist innerliche und äußerliche Freiheit. Die Freiheit, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Den Stift in die Hand zu nehmen und zu kreieren.“

11813279_997781023599739_2731786262557172559_nUnd was sich im Leben oftmals bewahrheitet, fasst er so zusammen: „Die besten Texte entstehen in zehn Minuten, ohne viel nachzudenken. Die besten Texte sind jene, die sich auflösen in der Zeit und zeitlos werden.

Als Support, auf der Open Air Liedertour, wird er bei einigen Terminen auch mit neuen Songs, von seiner 2.ten EP „Spiegel“ die im August erscheint, zu hören sein.

Mehr von Okan Frei gibt’s hier:

Facebook , Soundcloud , Twitter oder seine Website

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Mehr Licht in Rostock am 10.05.2015

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Adel Tawil brachte mit seinen Songs aus seinem Debütalbum „Lieder“ die Rostocker Stadthalle zum Leuchten. Der Musiker sang vor 3000 Fans auch Lieder aus seiner Zeit bei „The Boyz“ und „Ich + Ich“ und die Fans sangen textsicher und lautstark mit.

Vielen Dank an Edda und Sissy für die Fotos 😉

„Lieder“ Live Konzert aus Münster (2014)

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Heute könnt ihr euch das Konzert, was 2014 in Münster aufgezeichnet wurde,  im Free TV auf NDR anschauen. Um 0.00 Uhr geht’s los. Wer den Sender nicht bekommt, kann es auch online anschauen unter: http://zattoo.com/de/ (mit anmelden) oder http://schoener-fernsehen.com/ (ohne anmelden)

Wer nicht genug bekommen kann : http://amzn.to/1xiLkuO

Wer Adel & Band 2015 live sehen will : Tickets sichern

Viel Spass !

Adel Tawil beim Winter Opening in Saalbach Hinterglemm

Von 5. bis 8. Dezember 2014 sind dort zum siebenten Mal Action, Grand-Prix-Atmosphäre und Motorsportglamour garantiert. 24 Teams zu je sechs Fahrern werden dann auf PS-starken Schneemobilen um den „Großen Preis von Hinterglemm“ kämpfen.  Hitradio Ö3 geht bei diesem Motorschlittenrennen mit einem eigenen Ö3-Racing-Team an den Start und liefert außerdem am 7. Dezember ab 20:30 Uhr mit dem Ö3-Konzert von Adel Tawil das musikalische Highlight .Das Ö3-Konzert findet nach der Siegerehrung am 7. Dezember in Hinterglemm statt. ORF1 berichtet um 21:55 Uhr.

Wann :  07.12.2014

Wo :Ö3 Bühne in Saalbach – Hinterglemm Leogang

Eintritt frei !

Mehr Infos unter : http://www.saalbach.com/de/winter.html

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Große Show bei Adel Tawil !!!!!!!!!!!!!! ****** Eventtechnik ****** WOW WOW ******

Geschrieben von: satis & fy
Donnerstag, den 26. Juni 2014 um 14:21 Uhr
Am 14. April ging die „Lieder Tour 2014“ von Adel Tawil im Gerry Weber Stadion in Halle mit viel Pathos, tollen Lichteffekten und einem Sänger in neongelben Sneakers zu Ende. Seit dem 13. März tourte der Solo-Künstler und quasi frisch gebackener Echo-Preisträgers durch Deutschland. Auf die Bühne holte den Sänger die Konzertagentur Live Legend aus Köln. Das Licht-Stage -Video Design stammte aus der Feder von Bertil Mark, JoJo Tillmann und Justus Molthan (Künstlergruppe Les Urbans Progessives) die für die Shows nicht weniger als 220 Movinglights an den Start brachten. Licht-, Rigging und Video-Equipment sowie Bühnenpodeste und Sonderbauten steuerte die satis&fy AG bei.Die Basis des Designs, das Mark unter das Motto „Raum für Raum/Space für Space“ stellte, bildeten eineProjektionspyramide, zwei LED-Leinwände und ein „Himmel“ aus  LED-Dreiecken an derBühnendecke. „Die Projektionspyramide sollte als Leinwand für die persönliche Reise und Entwicklung vonTawil als Musiker stehen. Mit dem teilweise fluoreszierendem Licht und der interessanten Geometrie der LED-Dreiecke wollten wir zum einen den Raum abschließen, zum anderen mit den elektronischen Beats der Musik interagieren“, erläutert Mark dasLichtdesign, zu dem sie vor allem drei Songs aus dem aktuellen Album inspiriert hätten. Gemeinsam entschied man, Video-Content sowohl über Projektionen als auch LED Leinwände auf die Bühne zu bringen, „um jederzeit die Perspektiven wechseln zu können“. So sahen Konzertbesucher AdelTawil auf den LEDLeinwänden ganz nah, während sich gleichzeitig diemeterhohe Pyramide zum Song „Unter Wasser“ mit Wasser füllte und zu einem Baum verwuchs, zum Song „Lieder“ Plattencover der zitierten Lieder zeigte und beim Stück „Kartenhaus“ wie ein Kartenhaus in sich zusammenfiel. „Mir war vor allem das ´as well as´ wichtig. Es sollte immer das eine als auch das andere gleichzeitig geben. Daher haben wir auch an Licht-, Farb- undBildereffekten nicht gegeizt“, schiebt Mark als Erklärung nach. Mit dem komplexen Raum für Raum Design sei es ihnen gelungen, einen eigenen Raum sowohl in der Höhe, Weite als auch Breite der Hallen zu kreieren.

Zu den mehr als 220 Fixtures aus Robe Pointe, SGM P5 LED Washlight, Clay Paky Sharpy Beam, Martin Mac Viper, I-pix BB4 Washlight, I-Pix BB4 Single, Clay Paky Sharpy Wash, Marin Mac Viper AirFX und Martin Mac 101 lieferte satis&fy auch zwei GrandMA light, zwei GrandMa full-size zur Steuerung des Lichts sowie vier 3-Chip DLP/DMD Videoprojektoren Panasonic PT-DZ 21 KE für die Projektionen. Auch die Kameratechnik und viel Truss- und Kinetik-Equipment von Eurotruss und Movecat steuerte satis&fy bei.Zum Einsatz kamen auch 195 Diamond Black 8 LED-Module für den Bau der zwei LED-Leinwände im Bühnenhintergrund. „Wir haben diese allerdings nicht als Rechteck, sondern horizontal zur Pyramide gespiegelt  auf der Bühne zusammengesetzt“, erklärt satis&fy Projektleiter Rainer „Enzo“ Vollmer die Besonderheit des Aufbaus. Besonders aufwändig sei die Konstruktion der Projektionspyramide gewesen. Diese habe man aus Vierkantaluminiumrohr anfertigen lassen. „Es wurden jeweils 1×1 Meter große, mit Stretchstoff bespannte Quadrate zickzackförmig aneinandergesetzt und vor den ebenfalls als Pyramide gebauten Traversen-Tower gehängt“, so Vollmer. Der Traversen-Tower diente unter anderem zur Befestigung der Sharpy. Die LED-Dreiecke, ebenfalls eine Sonderkonstruktion, befestigte satis&fy mittels 4-Punkt Eurotruss XD Traversen an der Hallendecke.

 

http://www.eventtechniker.de/hauptbuehne/lichttechnik-mainmenu-57/im-einsatz/5496-grosse-show-bei-adel-tawil.html

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Hier habe ich mal was ganz akademisches gefunden ….. zu #Lieder

Das Akademische Karussell: Come as you are

Im Akademischen Karussell werden fortlaufend akademische Entwicklungen und wissenschaftliche Erkenntnisse überprüft. Manchmal wird die Auseinandersetzung Spaß machen, manchmal wird sie – wie eine Fahrt im Karussell – das Gegenteil bewirken. Heute geht es um Paradoxien medialer Verfügbarkeit.

Von Samuel Salzborn*

Lebten wir nicht im Zeitalter von Internet-Suchmaschinen, denen es in ihren Algorithmen gelingt, subjektiver Faszination noch den letzten Funken Kreativität mit vorgegaukelter Rationalität zu rauben, die nur eine halbierte, weil rein ökonomische ist, ja vielleicht wäre Adel Tawil mit seinem Song „Lieder“ einer, dem es hätte gelingen können, eine Flaschenpost auf die Reise zu bringen. Eine Flaschenpost, von der Adorno geschrieben hat, dass sie vielleicht überhaupt nur noch wirklich in der Musik gelingen könne. Eine Flaschenpost der Hoffnung, die keinen Adressaten haben kann, die in der Verzweiflung trotzdem versandt wird, weil sie eines Tages jemand finden mag, damit nicht alles vergebens wäre.


Tawils Song skizziert eine Lebensgeschichte, sehr persönlich, aber doch nur wenig privat, weil die Etappen, die das lyrische Ich durchlebt, zwar besonders sind in ihrer konkreten Verbindung, aber doch einen allgemeinen Charakter haben, weil die Lieder, von den Tawil erzählt, Lieder sind, die alle kennen, kennen können, die ihre Lebensjahre mit ihm teilen. Es ist egal, ob man diese Lieder mag oder nicht, sie skizzieren einen Weg der Auseinandersetzung und Reflexion mit deutscher und internationaler Geschichte, der nicht zufällig bei Rage Against the Machine (dem Cover mit dem brennenden Mönch von der ersten Single „Killing in the Name“) und Nirvana (Kurt Cobains Aufforderung, so zu kommen, wie man sei) kulminiert: an einem Punkt, an dem eine politische und impulsive Jugend, die auf dem Weg war, eine Bewegung werden zu können, nicht, weil sie die Analysen, sondern weil sie ihre Lieder, Lieder der Verweigerung, teilte, zusammenbrach. Die Hoffnung auf gesellschaftliche Veränderung, die Rage Against the Machine Anfang der 1990er Jahre den damals Mittzwanzigern einbrannte, zerbrach mit Kurt Cobain, die – trotz aller romantisch-melancholischen Nirvana-Verklärung – freiheitsversprechende Option, zu kommen, wie man ist, hat Cobain bekanntlich aus Verzweiflung selbst exekutiert.

Hoffnung und Verzweiflung sind ganz nah beieinander bei Tawil, beim Verzicht auf Suchmaschinen und ihre Dechiffrierung einer beeindruckenden Idee durch die Aufdeckung plumper Wahrheiten, nämlich der, welche Lieder Tawil denn nun collagiert hat, bietet diese Ambivalenz tatsächlich etwas von der Hoffnung einer Flaschenpost, die zwar im gesellschaftlichen Kontext trivial eingekorkt wurde, aber je eigene Spielräume, Erinnerung und Hoffnungen zulässt – und damit dem Subjekt nicht Gewalt zumutet, sondern etwas von der Last nimmt. Woran die Lieder, die Tawil besingt, verstummt sind, sagt er nicht, es bleibt beim Rezipienten, diese Frage selbst zu stellen – Tawil gibt, nach dem Niedergang, der schon mit Cypress Hills „Insane in the Brain“ klar auch zur individuellen Verzweiflung und Flucht ins Vernebelnde wurde, aber doch einen Weg von der individuellen Flucht in die gesellschaftliche Kritik fand, in einer musikalischen Wegrichtung den Ausweg, der aber nur sein persönlicher war, kein gesellschaftlicher (und an dem das Lied auch zugleich kippt von einer metaphorischen Offenheit in eine sehr personalisierte und zu aufdringliche, weil privatisierte Wegweisung).

Dass Tawil in der Passage, in der er sich auf dem Weg in die 1990er Jahre befindet, auch bei Advanced Chemistry Station macht, die mit ihrem rassismuskritischen Stück deshalb so markant gewesen sind, weil es die gesamte Paradoxie und letztlich Widerwärtigkeit rechtsextremer Bevölkerungssegregationsphantasien zeigte und es dabei trotzdem geschafft hat, erzählend zu bleiben und nicht erklärend zu werden, muss eine Referenz aus der Vergangenheit für die Gegenwart sein – und so gelesen werden. Ob diese Flaschenpost als allegorische Erzählung dereinst noch gefunden werden wird, wird die Zukunft zeigen – nicht in dem Sinne, dass man sie einfach nur verstehen müsste, sondern in dem, dass Musik immer Gesellschaft ist und das Stück von Tawil, ganz gleich, wie man es subjektiv musikalisch bewerten mag, ein Versprechen auf eine bessere enthält. Zunächst aber frisst die googlende Kulturindustrie erst einmal auch diese Flaschenpost und erstickt sie in der Banalität der nach hortender Vollständigkeit in der Antwort lechzenden Frage: Welche Lieder werden denn zitiert?

*Samuel Salzborn ist Professor für Grundlagen der Sozialwissenschaften am Institut für Politikwissenschaft der Georg-August-Universität Göttingen. Von ihm ist soeben erschienen: 

Rechtsextremismus. Erscheinungsformen und Erklärungsansätze 
Nomos/UTB: Baden-Baden 2014, 149 Seiten

Weitere Informationen finden Sie hier.

Auf Publikative.org schreibt Salzborn die Kolumne “Das Akademische Karussell

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Und Adel Tawil bei der Eurovision-Party in Hamburg!!!!

 

Elaiza Platz eins

Die drei Mädels von der Band Elaiza.
©Musicstarter GmbH & Co.KG
Der Eurovision Song Contest hat noch nicht einmal begonnen – die drei Mädels von Elaiza haben sich trotzdem schon auf Platz eins gesungen. Und zwar in den deutschen Radio-Charts.

Die drei Mädels von der Band Elaiza werden Deuschland beim ESC am Samstag, den 10. Mai, in Kopenhagen vertreten. Wie es ausgehen wird, das wird Europa entscheiden. Hier in Deutschland kommt der Song „Is it right“ aber schon super an.

Elaiza auf der Eins

Seit Wochen hält sich die Single „Is it right“ nun schon in den Top 20 der deutschen Single-Charts und in Kürze wird der Song auch den Goldstatus erreichen. Jetzt hat es der deutsche Beitrag zum ESC auf Platz eins der deutschen Radio-Charts geschafft.

Auch im Nachbarland Polen hat sich „Is it right“ einen Platz in den Charts gesichert. So ist der Titel auf Platz 52 der polnischen Radio-Charts eingestiegen.

Erfolgreiches Album

Das Debütalbum von Elaiza ist schon seit der Veröffentlichung im März 2014 in den deutschen Album-Charts vertreten. Bei den Menschen in Deutschland kommen die Mädels also super an und viele von ihnen hoffen mit Sicherheit, dass Europa dies am kommenden Samstag auch so sieht.

Eurovision-Party in Hamburg

Das Erste wird das Finale des Eurovision Song Contests live am 10. Mai ab 21:00 Uhr übertragen. Nach dem Finale wird bei der „Grand Prix Party“ ab 00:15 Uhr gefeiert. Künstler wie Andreas BouraniJan DelayRea GarveyMichelleRevolverheldJennifer RostockSido und Adel Tawil werden live in Hamburg mit dabei sein. Helene Fischer wird, ebenfalls aus Hamburg, die Punktevergabe aus Deutschland übernehmen.

http://www.schlagerplanet.com/news/aktuelle-nachrichten/elaiza-mit-is-it-right-auf-platz-eins_n3385.html

Autor(in) SchlagerPlanet: 
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Nein, wir brauchen kein Paradies – nur Adel Tawil und seine Lieder!

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Eines Tages leuchten die Sterne

Eines Tages fallen die höchsten Berge
Eines Tages ist das Leben wie bestellt
Und wir brauchen kein Paradies
Eines Tages ruhen alle Waffen
Eines Tages lässt sich die Angst verlachen
Eines Tages ist schweres nicht mehr schwer
Und wir brauchen kein Paradies
Nein, wir brauchen kein Paradies

Yeyeyeyeyeah

Eines Tages tanzen Maschinen
Eines Tages können Ideen fliegen
Eines Tages verneigte sich das Meer
Und wir brauchen kein Paradies
Eines Tages weicht jedes Eisen
Eines Tages geht die Freiheit auf Reisen
Eines Tages feiern wir Arm in Arm
Und wir brauchen kein Paradies
Nein, wir brauchen kein Paradies


Yeyeyeyeyeah
Nein, wir brauchen kein Paradies
Yeyeyeyeyeah


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Dunkle Lieder im Licht

Der ehemalige „Ich+Ich“-Sänger und frisch gekürte Echo-Preisträger Adel Tawil hat in der Chemnitz Arena begeistert. 4563697_W300

Chemnitz. Als er noch ein Teil des Duos Ich + Ich war, stand der Berliner Adel Tawil meist alleine auf der Bühne. Als Solokünstler wird er von seiner Frau Jasmin begleitet. „Mein Licht“, so nennt der 35-Jährige seine Frau, die vorgestern Abend sein Konzert in der Arena Chemnitz mit dem Lied „Dunkelheit“ eröffnet.

Zuvor hatten sich zwei Künstler schon redlich ihren Applaus verdient. Der 24-jährige Newcomer Benne, der zum Auftakt des Abends seine deutschsprachigen Liedern sang. Und die 18-jährige Madeline Juno, die ihr „Arrow“ zu Gehör brachte, das als Titelsong der Komödie „Fack ju Göhte“ diente und mit dem sie beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2014 scheiterte.

Doch dann hören die Fans Adel Tawils Stimme, die singt: „Ich teil mit dir den größten Moment, ich teil mit dir die dunkelste Stunde, ich bin der, der dich wirklich kennt, ich geh mit vor die Hunde“. Zu sehen ist aber nur Jasmin Tawil. Ganz allein am Klavier, angestrahlt von einem Lichtstrahl. Bis der Vorhang fällt. Zuerst der schwarze, dann der halbdurchsichtige. Und da ist er: Adel Tawil, der ein „Feuerstarter“ sein will – auf einem Podest, umgeben von viel Licht. „Komm mit mir aus der Dunkelheit ans Licht.“

Die letzten Strophen des Songs gehen in den wunderbar tanzbaren „Herzschrittmacher“ über – beides stammt aus seinem ersten eigenen Album „Lieder“. In rotes Licht getaucht pulsiert das Bühnenbild, das sowohl an eine Skyline erinnert als auch mittels Videoprojektion sich in ein Kartenhaus verwandeln lässt, das zerfällt, wenn Adel singt: „Dieser Moment ist wie’n Kartenhaus und die Zeit zieht ihre Karten raus“.

Das „Kartenhaus“ und „Auf Sand gebaut“ gehören zu den Liedern, die den Zuhörern unter die Haut gehen. Lässig, gutgelaunt und Reggae-locker ist dagegen das deutsch-englische Ohrwurm-Duett des in Deutschland geborenen und aufgewachsenen Sohns eines Ägypters und einer Tunesierin mit seinem Gast aus New York City, dem jüdischen Reggae-Künstler Matisyahu.

„Es erfüllt mich mit Stolz, mit ihm zusammen den Song ,Zuhause‘ aufgenommen zu haben“, sagt Adel Tawil, der auch stolz darauf ist, die beiden Humpe-Schwestern – Annette (seine Ich + Ich-Partnerin) und Inga – dazu überredet zu haben, bei seinem „Graffiti Love“-Song mitzuwirken. Sie sind bei der Tournee zwar nicht dabei, genauso wie Sido und Prinz Pi („Der Himmel soll warten“, „Aschenflug“). Für sie springen Adel Tawils Bandmitglieder in die vokale Bresche.

„Willst du unbedingt einen Mann vor dir weinen sehn?“ – ob diese Frage aus dem Song „Weinen“ einmal an seine Frau adressiert war, ist eher zweitrangig. Wichtig ist der Refrain, in dem es heißt: „Ganz egal, was du gemacht hast, ich will dich einfach nur zurück“. Als er ein junges Mädchen im Publikum fragt, welches ihr Lieblingslied sei, antwortet es sofort: „Ich war wie ein Ägypter“. Es ist das Lied, in das Tawil 29 musikalischen Zitate reinpackte – aus den Liedern, die ihn in seinem Leben beeinflussten oder begleiteten, von Nirvana über Britney Spears bis Michael Jackson.

Das Lied der „Lieder“, das wohl am häufigsten im Radio rauf und runter lief, singt das ganze Publikum mit wie auch „Vom selben Stern“ und „Du erinnerst mich an Liebe“. Natürlich ist es „Stark“ und „So soll es bleiben“. Der Rausschmeißer nach zwei Stunden neuer und alter Lieder ist „Kater am Meer“, das Adel Tawil im Liegen anstimmt: „Und ich dreh mich um, niemand ist mehr zu sehen …“ Doch der Sänger ist nicht allein im Saal, sondern wird von seinem Publikum gefeiert.

Konzerttipp Am 30. August singt Tawil auf der Freilichtbühne Großer Garten Dresden. Karten gibt es bei der „Freien Presse“.

erschienen am 09.04.2014 (Von Ludmila Thiele)

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